Erfolgsstory Hema Sägen - digitale Transformation im Mittelstand

Mit einem Altersdurchschnitt von fast 50 Jahren auf die agile Überholspur wechseln.

Als ich am Abend des 31. Mai um 17h das Gebäude von Hema Sägen verlassen habe, war ich mir wieder sicher, dass der Wandel gelingen kann. Ich habe an einem Ihrer Praxistage teilgenommen, bei denen das Unternehmen seine Geschichte preis gibt.

Der Generationswechsel zu Christoph Heermann, die Einstellung von Marco Niebling und ein Großprojekt in Russland waren die entscheidenden Faktoren, damit der Wandel ermöglicht wurde. Für Hema ist es der Weg zu einem agilen Unternehmen, den sie gehen - aus meiner Perspektive ist es viel viel mehr als das. Sie prägen ein ganz anderes Menschenbild - Vertrauen in die Selbstverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters ist keine Floskel, sondern gelebt Realität. 

 

Liebes Team von Hema Sägen, ich bin beeindruckt von eurem Weg und der Art und Weise, wie ihr in einem traditionellen Umfeld den Wandel so erfolgreich gestaltet. Die Menschen in dieser Organisation sind Vorbild für eine ganze Generation an mittelständischen Unternehmen, die diesen Weg noch vor sich haben - ES IST MÖGLICH!

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Muss uns Arbeit vom Leben trennen?

Kannst du die Trennung verstehen?

Ich hatte gestern ein interessantes Gespräch mit meiner Frau. Wir sind beide selbstständig und unsere Kinder sind 11 Monate und 3,5 Jahre. Wir haben uns das Szenario vorgestellt, wenn ich jetzt einen Vollzeit Management Job annehme, was mit uns und unserer Familie passieren würde.

Meine Frau war in Sekunden in einer Art Panik, sie fühlte sich sofort eingesperrt. Für sie wäre das so, wie wenn dann das Unternehmen für das ich arbeiten würde, das Vorrecht auf mich und meine Zeit wieder hätte, sie und die Kinder müssen sich hinten anstellen. Diese Reaktion ist eine spannende Beobachtung für mich, zeigt sie doch sehr prägnant auf, welche Trennung die Arbeitswelt von heute oft provoziert. Eine Trennung zwischen Familie und Beruf, eine Trennung von der Liebe und den tiefen Beziehungen zu den nächsten Menschen im Leben. Gerade Managementpositionen wird das in einer selbstverständlichen Art und Weise abverlangt.

Das Bild ist so, dass die Unternehmen an den Energietank der Familien andocken und damit starten abzusaugen. Als Gegenleistung, Beruhigung oder Entschädigung, wird monatlich eine Zahl per Knopfdruck auf das Familienkonto überwiesen.

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Wie gut kennst du dein Unternehmen wirklich?

Kennst du dein Unternehmen wirklich?

 

Kennst du dein Unternehmen wirklich?

Hast du dir diese Frage schon mal gestellt?

 

Wir betrachten unsere Organisationen in der Regel als eindimensionales Konstrukt, dass wir auf einem Organigramm darstellen und dann daran glauben, dass es genau so funktionieren wird.

Damit wir dann jeden Tag feststellen, dass dem nicht so ist - weil wir die unzähligen weiteren Dimensionen und Ebenen der Organisation vergessen. Solange wir uns nur mit einer Dimension befassen, vergessen wir ca. 95% des Potentials.

 

Kann sich dein Unternehmen das auf Dauer leisten?

 

Der Schlüssel ist, dass wir uns den Ursprung genauer ansehen - wie ist das Unternehmen ursprünglich entstanden? JA - durch eine Idee eines Gründers, also eines Menschen.

Wenn der Ursprung des Unternehmens also menschlicher Natur ist, dann ziehe ich die Schlussfolgerung, dass es sich vielleicht auch wie ein Mensch verhält.

 

hmmmm .... was bedeutet das nun?

 

Das bedeutet, dass wir erst gesunde Unternehmen haben werden, wenn wir die Ursachen für deren Probleme identifiziert haben und einer Lösung zugeführt haben. Allerdings wartet an dieser Stelle die große Herausforderung, weil wir verlernt haben Ursachen zu identifizieren und immer nur Symptome behandeln. Menschen nehmen Medikamente, damit die Symptome verschwinden ... haben aber keine Idee, dass damit die Ursache nur tiefer versteckt wird und das Symptom beim nächsten mal stärker zurück kommt ... der Leidensdruck erhöht sich und erhöht sich .....

 

Wenn wir dieses Symptomdenken nun auf Organisationen umlegen, dann kommt statt dem Medikament ein Change Programm nach dem anderen, um am Ende festzustellen (wer sich ehrlich in den Spiegel schaut :-) ), dass es nichts gebracht hat und die Ursache noch tiefer vergraben ist.

 

Liebe Gründer und Gründerinnen, wenn ihr diese Tatsache erkennen könnt und die Größe habt, die ursächlichen Themen anzugehen, dann stehen eure Unternehmen vor einer rosigen Zukunft.

 

Ich will einfach noch zwei Beispiele nennen, damit ihr es besser greifen könnt.

 

Beispiel 1: ein Unternehmen beschließt eine neue Organisationsform einzuführen, um die Herausforderungen der Zukunft zu lösen. Die Herausforderungen sind, ein in naher Zukunft altersbedingt scheidender Geschäftsführer und ein Geschäftsführer aus der Gründerfamilie, der keine Entscheidungen treffen will. Diese Probleme versucht man zu lösen, indem man die Mitarbeiter im Rahmen von Selbstorganisation, sich selbst überlässt.

Monate später hat sich nichts geändert, oberflächlich werden andere Kommunikations-Formen verwendet. Man bestätigt sich gegenseitig den Erfolg des Change Projektes - wenn man ehrlich hinsieht, hat sich NICHTS geändert, es wir nur das alte Spiel mit neuen Regeln gespielt. Wenn man hier an die ursächlichen Themen gehen würde (=alle Ebenen der Organisation betrachten), könnte man vermutlich in wenigen Tagen sämtliche Konflikte und Probleme aus der Vergangenheit auflösen und das Potential des Unternehmens und damit der Mitarbeiter befreien.

 

Beispiel 2: ein Klassiker, ein Unternehmen aus dem Maschinenbau Umfeld akquiriert einen Mitbewerber, mit einem Produktportfolio, dass auf den ersten Blick die perfekte Ergänzung zu sein scheint. Immer schon waren Probleme in der Produktqualität die große Bremse des gekauften Unternehmens. Bei der Übernahme, hat das übernehmende Unternehmen scheinbar alles getan, damit dieses Thema der Vergangenheit angehört. Ausführliche Gespräche mit den Technikern in der Entwicklung, verbesserte Prozesse, neue Verteilung der Aufgaben nach Kernkompetenzen, neue "bessere" Mitarbeiter.

Was geblieben ist, auch nach vielen Monaten, die schlechte Produktqualität. In diesem Beispiel können noch Unmengen an Geld in oberflächliche Verbesserung der Prozesse, besseres Personal oder zuverlässige Zulieferer gesteckt werden - das wird die Symptome vielleicht schwächen, aber nicht die Ursache lösen.

Hier gilt es herauszufinden, mit welchem ursächlichen Thema hat die Produktqualität als Symptom zu tun, wann ist es entstanden und wie kann man es auflösen. Dabei kann durchaus auch rauskommen, dass die Ursache bereits aus der Zeit einer früheren Übernahme ist oder es mit den ursprünglichen Gründern zusammenhängt ...,  auch dann ist es lösbar, meist ohne großen Aufwand.

 

Hast du den Mut deine Organisation tiefer als nur auf einer Ebene zu betrachten?

 

Dann melde dich :-).

 

Fortsetzung folgt ...

 

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lessons learned  - eine Innovationsschmiede auf dem Weg in die Agilität und Selbstorganisation

Innovation stärken mit Selbstorganisation

 

Mitte Mai hat sich Florian Rustler als Gründer dazu entschieden, trotz der ersten Herausforderungen in den Einführungstagen, die Reise mit creaffective in die Agilität und Selbstorganisation zu wagen. Mehrere Wochen später freue ich mich nun zu sehen, dass sich die Selbstorganisation als System etabliert hat.

 

Gründer Florian Rustler nach 2 Monaten

 

Der Anfang war sehr herausfordernd, besonders für mich persönlich. Ich musste schließlich lernen, mein 8 Jahre aufgebautes Baby creaffective loszulassen und zum Teil in die Hände anderer zu geben. Nach zwei Monaten merke ich bereits, wie die von mir erhofften Effekte des Wechsels auf ein System der Selbstorganisation greifen. Verantwortlichkeiten sind klarer, wir treffen schneller Entscheidungen und ich kann mich aus vielen Dingen ganz heraushalten. Gleichzeitig haben wir die Struktur unserer Organisation bereits zweimal leicht angepasst, um Spannungen aus der operativen Arbeit zu lösen.

 

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Das verlorene menschliche Potential in der Wirtschaft!

Menschliches Potential in der Wirtschaft

 

Wir haben nicht annähernd eine Ahnung, wie viel menschliches Potential in unserer Wirtschaftswelt von heute verloren ist bzw. verborgen bleibt. Gerade in diesem Moment lese ich auf Facebook einen Artikel, der die aktuelle Arbeitssituation in der Schweiz beschreibt, ich zitiere den Anfang: "in der Schweiz sind 22% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vollem Engagement bei der Arbeit, so eine weltweit durchgeführte Studie. Dem gegenüber habe jeder Zehnte innerlich gekündigt und handle mitunter bewusst entgegen den Interessen seines Arbeitgebers. Die verbleibenden zwei Drittel schöben Dienst nach Vorschrift. Hmmm .... macht nachdenklich, 78% entfalten somit nicht annähernd ihr Potential - kann bitte jemand erklären, warum die meisten Unternehmen nur an Kostenreduktion und Effizienzsteigerung denken?

 

78% - was für ein atemberaubendes Potential!

 

Das ist die positive Seite, unsere Unternehmen haben schier unglaubliches Potential, das brach liegt - aber haben sie auch eine Idee, wie sie es entfalten können - leider nur die wenigsten. Warum leisten es sich die Unternehmen, dabei ganz speziell die Führungsetagen, diese Potentiale zu ignorieren? Haben Sie eine Idee, warum ausgerechnet die Wirtschaftselite das nicht erkennt?

 

Kann es an menschlichen Eigenschaften liegen?

 

JA - mit 100%iger Sicherheit, weil auch wenn es manchmal nicht so wirkt, handeln immer Menschen. Wir Menschen sind so gestrickt, dass wir unser sicheres Umfeld - in diesem Fall unsere derzeitige Wirtschaftslandschaft - so lange wie möglich beschützen wollen, sei es bewusst oder meist unbewusst. Hinzu kommt, dass Erfolg in der derzeitigen Unternehmenswelt mit Geld und Statussymbolen gleich gesetzt wird - entsprechend wird eher in die neue modernste Produktionsmaschine investiert oder der Automatisierungsgrad noch weiter nach oben geschraubt - wenn man die menschlichen Potentiale entfalten möchte, müssten wir uns aber mit unserer Innenwelt beschäftigen - das würde bedeuten, dass der Sinn eines Unternehmens, den es für seine Mitarbeiter, die Region und die Gesellschaft darstellt über den monetären Erfolg gestellt werden müsste.

 

Sinn statt Profit - wie soll das denn gehen?

 

Es gibt bereits einige Unternehmen, die aus ihrer eigenen Kraft diesen Sprung geschafft haben. Diese Organisationen konzentrieren sich auf drei Kernelemente: Sinn - Ganzheit - Selbstorganisation. Erstaunlich an diesen Unternehmen ist, dass sie in der Regel im Branchenvergleich auch die weit "besseren Zahlen" schreiben, obwohl sie sich absolut nicht auf den Profit fokussieren.

 

Wie kommen mehr Unternehmen in diese Entwicklungsstufe?

 

Liebe Führungskräfte, jetzt ist es an der Zeit Flagge zu zeigen. Entscheidend ist die persönliche Entwicklung der Firmenleitung - erst durch den Entwicklungssprung an der Spitze des Unternehmens wird es der Organisation möglich, sich in die Richtung SINN - GANZHEIT - SELBSTORGANISATION zu bewegen. Was hier in einem Satz so einfach beschrieben ist, stellt in der Realität eine große Hürde dar. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, müssen die Unternehmensspitzen ihr sicheres System verlassen, dass ihnen lange gut gedient hat. Es erfordert einen Paradigmenwechsel von Kontrolle zu Vertrauen. Versuchen Sie sich an dieser Stelle in einen Unternehmer zu versetzen, der SEIN Unternehmen in 20 Jahren von einem Startup zu einem 100 Millionen Umsatz Betrieb geführt hat - unter unglaublichen persönlichen Einsatz - dabei von vielen Menschen auch enttäuscht wurde, auf dem Weg nach "oben".

 

WOW - wer dafür bereit ist, das ist wahre Größe!

 

Genau diese Menschen, müssen jetzt das oftmals enttäuschte Vertrauen vorstrecken und in Vorleistung zu Ihren Mitarbeitern gehen. Zudem müssen Sie den Weg beschreiten, dass es von IHREM Unternehmen zur Organisation wird, in der jeder die MACHT hat selbst Entscheidungen zu treffen. Diese beiden Bedingungen sind die Grundfesten, damit eine Entwicklung hin zu Sinn - Ganzheit - Selbstorganisation stattfinden kann.

 

Verständnis JA - deshalb holen Sie sich Unterstützung!

 

Wir bringen alle Verständnis für die Größe dieser Hürde mit, wenn wir an die vorherigen Zeilen denken. Aber im Namen unserer Gesellschaft darf dies nicht weiter als Ausrede dienen. Wir sind uns als Menschen eines schuldig, dass wir nie aufhören uns zu entwickeln. Der MUT der Wirtschaftspioniere & das Unternehmertum der Gründerzeit ist daher heute wieder mehr gefragt, denn je - wenn es darum geht, den Absprung in eine neue Entwicklungsstufe zu wagen. Liebe Unternehmer(innen), bitte seit nochmal unser Motor und zieht unsere Organisationen mit eurer Energie in ein neues Wirtschaftszeitalter, das dem Menschen dienlicher ist.

 

Welche Wege führen zu Entwicklung?

 

Der Weg mit dem größten Potential ist eine Kombination aus persönlicher Entwicklung und der Umgestaltung Ihres Unternehmens. Wenn Sie mit neuem Handeln voran gehen und Ihre Organisation dies mit ihren Strukturen entsprechend unterstützt, dann ist der Weg in die Zukunft sicher gepflastert.

 

Erfolg durch Erfüllung!

 

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