Wie gut kennst du dein Unternehmen wirklich?

Kennst du dein Unternehmen wirklich?

 

Kennst du dein Unternehmen wirklich?

Hast du dir diese Frage schon mal gestellt?

 

Wir betrachten unsere Organisationen in der Regel als eindimensionales Konstrukt, dass wir auf einem Organigramm darstellen und dann daran glauben, dass es genau so funktionieren wird.

Damit wir dann jeden Tag feststellen, dass dem nicht so ist - weil wir die unzähligen weiteren Dimensionen und Ebenen der Organisation vergessen. Solange wir uns nur mit einer Dimension befassen, vergessen wir ca. 95% des Potentials.

 

Kann sich dein Unternehmen das auf Dauer leisten?

 

Der Schlüssel ist, dass wir uns den Ursprung genauer ansehen - wie ist das Unternehmen ursprünglich entstanden? JA - durch eine Idee eines Gründers, also eines Menschen.

Wenn der Ursprung des Unternehmens also menschlicher Natur ist, dann ziehe ich die Schlussfolgerung, dass es sich vielleicht auch wie ein Mensch verhält.

 

hmmmm .... was bedeutet das nun?

 

Das bedeutet, dass wir erst gesunde Unternehmen haben werden, wenn wir die Ursachen für deren Probleme identifiziert haben und einer Lösung zugeführt haben. Allerdings wartet an dieser Stelle die große Herausforderung, weil wir verlernt haben Ursachen zu identifizieren und immer nur Symptome behandeln. Menschen nehmen Medikamente, damit die Symptome verschwinden ... haben aber keine Idee, dass damit die Ursache nur tiefer versteckt wird und das Symptom beim nächsten mal stärker zurück kommt ... der Leidensdruck erhöht sich und erhöht sich .....

 

Wenn wir dieses Symptomdenken nun auf Organisationen umlegen, dann kommt statt dem Medikament ein Change Programm nach dem anderen, um am Ende festzustellen (wer sich ehrlich in den Spiegel schaut :-) ), dass es nichts gebracht hat und die Ursache noch tiefer vergraben ist.

 

Liebe Gründer und Gründerinnen, wenn ihr diese Tatsache erkennen könnt und die Größe habt, die ursächlichen Themen anzugehen, dann stehen eure Unternehmen vor einer rosigen Zukunft.

 

Ich will einfach noch zwei Beispiele nennen, damit ihr es besser greifen könnt.

 

Beispiel 1: ein Unternehmen beschließt eine neue Organisationsform einzuführen, um die Herausforderungen der Zukunft zu lösen. Die Herausforderungen sind, ein in naher Zukunft altersbedingt scheidender Geschäftsführer und ein Geschäftsführer aus der Gründerfamilie, der keine Entscheidungen treffen will. Diese Probleme versucht man zu lösen, indem man die Mitarbeiter im Rahmen von Selbstorganisation, sich selbst überlässt.

Monate später hat sich nichts geändert, oberflächlich werden andere Kommunikations-Formen verwendet. Man bestätigt sich gegenseitig den Erfolg des Change Projektes - wenn man ehrlich hinsieht, hat sich NICHTS geändert, es wir nur das alte Spiel mit neuen Regeln gespielt. Wenn man hier an die ursächlichen Themen gehen würde (=alle Ebenen der Organisation betrachten), könnte man vermutlich in wenigen Tagen sämtliche Konflikte und Probleme aus der Vergangenheit auflösen und das Potential des Unternehmens und damit der Mitarbeiter befreien.

 

Beispiel 2: ein Klassiker, ein Unternehmen aus dem Maschinenbau Umfeld akquiriert einen Mitbewerber, mit einem Produktportfolio, dass auf den ersten Blick die perfekte Ergänzung zu sein scheint. Immer schon waren Probleme in der Produktqualität die große Bremse des gekauften Unternehmens. Bei der Übernahme, hat das übernehmende Unternehmen scheinbar alles getan, damit dieses Thema der Vergangenheit angehört. Ausführliche Gespräche mit den Technikern in der Entwicklung, verbesserte Prozesse, neue Verteilung der Aufgaben nach Kernkompetenzen, neue "bessere" Mitarbeiter.

Was geblieben ist, auch nach vielen Monaten, die schlechte Produktqualität. In diesem Beispiel können noch Unmengen an Geld in oberflächliche Verbesserung der Prozesse, besseres Personal oder zuverlässige Zulieferer gesteckt werden - das wird die Symptome vielleicht schwächen, aber nicht die Ursache lösen.

Hier gilt es herauszufinden, mit welchem ursächlichen Thema hat die Produktqualität als Symptom zu tun, wann ist es entstanden und wie kann man es auflösen. Dabei kann durchaus auch rauskommen, dass die Ursache bereits aus der Zeit einer früheren Übernahme ist oder es mit den ursprünglichen Gründern zusammenhängt ...,  auch dann ist es lösbar, meist ohne großen Aufwand.

 

Hast du den Mut deine Organisation tiefer als nur auf einer Ebene zu betrachten?

 

Dann melde dich :-).

 

Fortsetzung folgt ...

 

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